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Richard Senftleben

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02.11.2011
TRINKWASSERVERORDNUNG-Mehrfamilienhäuser
Legionellen ?????Am 1. November 2011 tritt die neue Trinkwasserverordnung (TVO) in Kraft. Die Novellierung benennt für die Betreiber von Trinkwasseranlagen besondere Pflichten. So besteht eine jährliche Untersuchungspflicht auf Legionellen bei Gebäuden, in denen Trinkwasser im Rahmen einer gewerblichen oder öffentlichen Tätigkeit abgegeben wird. Dies betrifft insbesondere auch Mietshäuser.

Als Konsequenz wird sich der Fokus der Gesundheitsämter nicht nur auf die Beschaffenheit des Trinkwassers in öffentlichen Gebäuden richten. Auch größere Wohngebäude rücken ins Interesse der Behörden, denn gemäß TVO besteht nun ebenfalls eine Untersuchungspflicht für Trinkwasserinstallationen im gewerblichen Bereich und damit auch für Gebäude mit Mietwohnungen.

Voraussetzung ist allerdings, dass diese Gebäude mit einer zentralen Warmwasserbereitung ausgestattet sind und über einen zentralen Trinkwassererwärmer mit mehr als 400 Litern Inhalt verfügen, oder über Warmwasserleitungen mit mehr als 3 Litern Wasserinhalt. Weiteres Kriterium ist das Vorhandensein von Duschen, Badewannen mit Handbrausen oder anderen Armaturen, die das Trinkwasser „vernebeln“. Betreiber solcher Gebäude nimmt die TVO in die Pflicht, weil sie kaltes und warmes Trinkwasser an Dritte, an ihre Mieter, weitergeben und für die einwandfreie Beschaffenheit des Wassers verantwortlich sind.

Diese Trinkwasserinstallationen müssen mindestens einmal im Jahr von einem akkreditierten Wasserlabor auf Legionellen untersucht werden. Veranlassen muss diese Überprüfung der Hausbesitzer selbst. Kontaktdaten der zugelassenen Labore sind bei den örtlichen Gesundheitsämtern oder im Internet (Suchbegriff: Landesliste Trinkwasseruntersuchungsstellen Baden-Württemberg) erhältlich.

Darüber hinaus hat der Hauseigentümer bestimmte Mitteilungspflichten an die Gesundheitsämter. So muss er dem Gesundheitsamt bestehende Trinkwasseranlagen, die die oben genannten Kriterien erfüllen, unverzüglich melden. Ferner muss die Behörde mindestens vier Wochen vor der erstmaligen Inbetriebnahme einer solchen Anlage informiert werden oder bei baulichen und betriebstechnischen Veränderungen.

Die Innungsfachbetriebe des Sanitär-Heizung-Klima-Handwerks sind die ersten Ansprechpartner der Hausbesitzer, wenn es um die Hygiene der Trinkwasseranlage geht. Sie sorgen für den Erhalt der Trinkwassergüte durch hygienegerechte Installationsmethoden und eine fachgerechte Inbetriebnahme. Gerne informieren sie auch über die Konsequenzen der TVO. Unter
www.eckring.de finden Verbraucher sowohl mithilfe der Fachbetriebssuche einen Innungsfachbetrieb in nächster Nähe als auch in der Rubrik „Sanitär“ ausführliche Serviceinformationen zu den Konsequenzen der TVO.